EDWIN SCHARFF

Ein Nest von Spießern und Soldaten

So urteilte wenig schmeichelhaft einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts über seine Heimatstadt Neu-Ulm: Edwin Paul Scharff (1887-1955).
Als Sohn des Neu-Ulmer Stadtschreibers Franz Scharff wird am 21. März 1887 Edwin Paul Scharff in der Ludwigstraße 4 geboren.

Als einer der wenigen deutschen Meister der autonomen, also nicht in einen architektonischen Zusammenhang eingebundenen Skulptur, hat Scharff seinen Platz neben den Bildhauern Ernst Barlach, Georg Kolbe, Wilhelm Lehmbruck und Gerhard Marcks.
Von den Zeitströmungen des Kubismus und des Expressionismus nur am Rande berührt, ist der Stil seiner Büsten, Akte und Reliefs immer durch die gleiche künstlerische Konzeption bestimmt.

Für den Deutschen Künstlerbund hat er 1929 das Signet der „Drei Männer im Boot“ entworfen, das mittlerweile zu seinen bekanntesten Werken zählt. Es ist als Brunnenplastik auf dem Neu-Ulmer Rathausplatz zu sehen.

Der wesentliche Teil des künstlerischen Werkes von Edwin Scharff wurde 1978 aus seinem Nachlass von der Stadt Neu-Ulm übernommen und im Edwin-Scharff-Haus ausgestellt. 1999 haben Edwin Scharffs Kunstwerke eine neue, attraktive Adresse in Neu-Ulm bekommen:

Das Edwin Scharff Museum am Petrusplatz.